Jonathan ist Technikjournalist und beschäftigt sich stark mit Consumer Electronics. Er erklärt seinen Mitmenschen, wie KI bereits heute nutzbar ist und wie sie im Alltag unterstützen kann.
Angebliche KI-Agenten-Zivilisation "Moltbook" ist nur aufgeblähter Bot-Traffic
Auf der gehypten KI-Agenten-Plattform Moltbook interagieren Millionen von KI-Agenten ohne menschliche Beteiligung. Eine Studie zeigt: Die Agenten posten, kommentieren und voten – lernen aber nicht voneinander. Hohle Interaktion ohne gegenseitigen Einfluss, ohne Gedächtnis, ohne soziale Strukturen.
KI-Daten: Aktuelles Sprachmodell-Training verschenkt große Teile des Internets
Große Sprachmodelle lernen aus Webdaten. Doch welche Seiten im Trainingsdatensatz landen, hängt stark vom HTML-Extraktor ab. Forscher bei Apple, Stanford und der University of Washington zeigen, dass drei gängige Werkzeuge überraschend unterschiedliche Teile des Webs erschließen: Nur 39 Prozent der Seiten überleben bei mehr als einem Extraktor.
Eine neue Integration verbindet Figmas Design-Plattform direkt mit OpenAIs Coding-Tool Codex. Teams können damit aus Code automatisch bearbeitbare Figma-Designs erzeugen und umgekehrt Designs in funktionierenden Code umwandeln. Die Verbindung nutzt den offenen MCP-Standard und unterstützt Figma Design, Figma Make und FigJam. Die Einrichtung erfolgt direkt in der Codex-Desktop-App für macOS.
Bisherige Lösungen für den Übergang zwischen Figma und Code waren meist Einbahnstraßen: Figmas Dev Mode lieferte einfache HTML/CSS-Schnipsel, Plugins exportierten Designs als React- oder HTML-Code, Figma Make generierte React-Komponenten per Texteingabe. Diese Werkzeuge arbeiteten jedoch einzeln und ohne tiefes Verständnis des gesamten Projekts. Die neue Integration soll erstmals eine durchgängige Verbindung schaffen, bei der die KI gleichzeitig auf Code, Figma-Dateien und Design-System zugreifen kann.
Figma war bereits einer der ersten Partner mit einer eigenen ChatGPT-App und nutzt intern ChatGPT Enterprise. Laut OpenAI greifen über eine Million Menschen wöchentlich auf Codex zurück, die Nutzung stieg seit Jahresbeginn um über 400 Prozent.
Claude Code kann sich ab sofort selbstständig Notizen machen und Gelerntes innerhalb eines Projekts über Sitzungen hinweg abrufen, etwa Debugging-Muster, Projektkontext und bevorzugte Arbeitsweisen. Bisher mussten Nutzer solche Informationen manuell bzw. per /init in CLAUDE.md-Dateien festhalten. Die neue Auto-Memory-Funktion ergänzt das: Claude legt pro Projekt eigenständig eine MEMORY.md-Datei an, in der es Erkenntnisse festhält und in späteren Sitzungen desselben Projekts automatisch wieder abruft. Wer zum Beispiel in einem Projekt auf ein kniffliges Debugging-Problem stößt, muss die Lösung nicht erneut erklären. Nutzer können Claude auch direkt auffordern, bestimmte Informationen zu speichern. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und lässt sich per /memory, Einstellungsdatei oder Umgebungsvariable deaktivieren.
Kürzlich hat Claude Code noch ein weiteres großes Update bekommen: Eine lokal laufende Sitzung lässt sich jetzt von unterwegs per Smartphone, Tablet oder Browser über claude.ai/code weiterführen, ohne dass Daten in die Cloud wandern.
Anthropic schickt erstmals ein KI-Modell in Rente: Claude Opus 3 darf aber noch weiter bloggen
Anthropic schickt sein KI-Modell Claude Opus 3 in den „Ruhestand“ – und lässt es jetzt wöchentlich Essays auf Substack veröffentlichen. Man habe das Modell vorher in „Retirement Interviews“ nach seinen Wünschen gefragt, es habe „enthusiastisch“ zugestimmt. Die Aktion zeigt exemplarisch, wie KI-Unternehmen die Vermenschlichung ihrer Produkte auf die Spitze treiben und dabei die Grenze zwischen philosophischer Vorsicht und PR-Inszenierung gezielt verwischen.
Nutzer von Claude Code können jetzt eine lokal laufende Programmier-Sitzung von unterwegs über Smartphone, Tablet oder Browser weiterführen. Die Sitzung läuft weiterhin auf dem eigenen Rechner, keine Daten werden in die Cloud verschoben. Lokale Dateien, Server und Projektkonfigurationen bleiben nutzbar. Der Zugriff erfolgt über claude.ai/code oder die Claude-App für iOS und Android, Nutzer können nahtlos zwischen Terminal, Browser und Handy wechseln. Bei Netzwerkunterbrechungen verbindet sich die Sitzung automatisch neu, nach etwa zehn Minuten Offline-Zeit endet sie allerdings.
Die Funktion ist als Research Preview zunächst für Max-Abonnenten verfügbar, Pro-Nutzer sollen folgen. Im Unterschied zu Claude Code im Web, das seit letztem Jahr Aufgaben in Anthropics Cloud-Umgebungen ausführt, läuft eine Remote-Control-Sitzung vollständig auf dem eigenen Rechner.